Wohnmobil-Reise mit Baby – wie funktioniert das?

Unsere Elternzeit-Reisen waren anders als die Urlaube, die wir zuvor gemacht hatten. Zum ersten Mal reisten wir zu dritt und dann zu viert – und zwar im Wohnmobil mit Baby und später mit Baby und Kleinkind. Hier sind unsere Erfahrungen und Tipps für alle, die auch so etwas planen.

Joana und Julia waren die Hauptpersonen unserer Elternzeit-Reisen – ohne sie hätten wir diese Touren gar nicht gemacht. Beide waren als Baby und Kleinkind aber natürlich auch besonders in ihren Bedürfnissen, die wir beachten mussten. Weil uns Fragen zu diesem Thema erreichen, sind hier unsere bisherigen Erfahrungen zum Thema „Wohnmobil-Reise mit Baby“. Vielleicht ist für alle, die etwas Ähnliches planen, die ein oder andere hilfreiche Information dabei.

Dieser Artikel ist ausnahmsweise in Frage-Antwort-Form gehalten. Wessen Frage nicht beantwortet wird, der möge uns bitte einen Kommentar hinterlassen – wir werden versuchen, alle Fragen zu beantworten.

Kann man Babys und Kleinkindern eine längere Reise im Wohnmobil zumuten?

Wir meinen: ja. Gerade Babys sind relativ berechenbar in ihren Bedürfnissen: Sie wollen schlafen, essen, spielen – vor allem aber wollen sie ihre Eltern um sich haben. Und wenn die entspannt sind (weil sie Urlaub haben und nicht den Alltag bewältigen müssen), ist das für Kinder noch angenehmer.

Wo sie sind, ist Babys zumeist egal, so lange die Umgebung für sie angenehm ist. Ein Übernachtungsplatz an einer viel befahrenen Hauptstraße ist für Babys genauso unangenehm wie für die Eltern. Anders als die verstehen sie die Situation aber nicht und reagieren mit Weinen oder zumindest Unruhe.

Wir haben in einer Woche Probe-Urlaub im Herbst vor unserer geplanten Elternzeit mit einem gemieteten Wohnmobil getestet, wie Joana überhaupt auf diese Art des Reisens reagiert. Ihr hat es Spaß gemacht. Was wir dann bei unserer Reise in der Elternzeit nach kurzer Zeit festgestellt haben: Sie erkennt das Wohnmobil als vertraute Umgebung wieder und freut sich nach vielen neuen Eindrücken an fremden Orten auch, wieder im Womo zu sein. Das Ergebnis ist eine zufriedene und ruhige Joana. Diesen Effekt hätte man bei einer Reise mit Zimmern in unterschiedlichen Hotels o.ä. nicht.

Bei unserer zweiten Elternzeit-Reise sind wir mit zwei Kindern gefahren: Mit Joana, die dann schon Kleinkind war, und mit der neugeborenen Julia. Das änderte viel: Wo die erste Reise – nur mit Baby – fast ein „normaler“ Urlaub war, in dem auch Sightseeing und Städtebesichtigungen möglich waren, haben wir uns bei der zweiten eher auf die Bedürfnisse des Kleinkinds konzentriert: Joana wollte sich natürlich bewegen, wollte auf Spielplätze, wollte auch unterhalten werden. Längere Stadtbesichtigungen fallen damit aus, Spielplätze bekommen eine überragende Bedeutung, Restaurant- und Museumsbesuche werden rar und wenn sie stattfinden, dann sind sie kurz.

Wie alt sollten Babys denn mindestens sein?

Mit Joana sind wir zur ersten Elternzeit-Reise aufgebrochen, als sie acht Monate alt war. Mit zehn Monaten ist sie wieder zu Hause gewesen. Im Jahr darauf haben wir noch einmal eine Elternzeit-Reise gemacht: Joanas kleine Schwester Julia war dann zusätzlich dabei. Sie war genau drei Monate alt, als wir losgefahren sind.

Alles hat genauso gut geklappt wie ein Jahr zuvor mit Joana. Wichtig war uns nur, einen gewissen Zeitraum nach der Geburt zu haben, um festzustellen, ob Julia wirklich gesund ist und in Sachen „Gemütsverfassung“ so drauf ist, dass eine Reise für den Rest der Familie auch schön ist. Mit einem Schreikind würde das unserer Meinung nach beispielsweise nicht gehen.

Vor einer Reise mit dem ersten Kind raten wir auch dazu, genügend Zeit einzuplanen, um als Eltern selbst mit den neuen Abläufen vertraut zu werden: Wie geht das überhaupt mit dem Stillen oder Füttern, wie geht Wickeln und wie oft macht man das? All diese Dinge, in denen man erst einmal einigermaßen sicher sein sollte, bevor man das alles im Wohnmobil macht.

Wie lang können die Fahrstrecken sein?

Die Reise sollte natürlich auf die Bedürfnisse des Kindes angepasst sein. Wir sind auf unseren Elternzeit-Reisen bewusst nur relativ kurze Tagesetappen (maximal etwa 280 Kilometer oder drei Stunden) gefahren und haben auch während dieser Etappen mindestens eine Pause eingeplant – sei es zum Stillen oder auch einfach nur, damit sich die Kinder zwischen den Zeiten in MaxiCosi und Kindersitz ausstrecken und ein bisschen bewegen können.

Man muss sich von den gewohnten Etappen von 500 oder mehr Kilometern definitiv verabschieden. Mit einem Wohnmobil ist man selten schneller als mit 100 bis 120 Stundenkilometern unterwegs. So lassen sich die Tagesetappen recht einfach berechnen.

Das ist langsames Reisen – aber eben auch entspannt. Wer stets längere Etappen plant, macht unserer Meinung nach einen Fehler (und wird in den meisten Fällen ein unzufriedenes und quengelndes Kind haben).

Kann man überall hin fahren?

Nein. Lassen Sie gesunden Menschenverstand walten. Fahren Sie mit Ihrem Kind nicht in unsichere Gebiete. Fahren Sie an Orte, die ein Mindestmaß an kindgerechter Infrastruktur aufweisen (sauberes Trinkwasser, Waschmöglichkeiten, Einkaufsmöglichkeiten für Windeln und alles, was Babys sonst so brauchen). Wir haben uns bei unseren Elternzeit-Reisen bewusst weitestgehend auf Länder der EU beschränkt (die wilde Schweiz mal ausgenommen), weil so Formalitäten und Unwägbarkeiten entfallen, auf die man sich bei einer „normalen“ Reise zwar durchaus einlassen würde, die aber mit Kind vielleicht doch zu aufwändig und unberechenbar würden. Das muss aber jeder für sich entscheiden.


Die Reiseroute unserer ersten Elternzeit-Reise 2017. Diese eingebettete Karte ist von Stepmap.

Welches Wohnmobil sollte man nehmen?

Es sollte vor allem groß genug sein. Der Rest ist nicht so wichtig, ist unsere Meinung. Wenn Sie aber nur beengt schlafen können, weil Ihr Kind einen Großteil des Bett-Platzes in Anspruch nimmt (und das tun Kinder!), dann schlafen Sie schlecht, sind in der Folge unentspannt und darunter leidet die Stimmung, was wiederum Ihr Kind mitbekommt und entsprechend reagiert.

Wir haben uns vor der Reise auf einer Messe (wir haben das Glück, dass die größte Caravaning-Messe Europas, der „Caravan-Salon“ bei uns in Düsseldorf stattfindet), bei verschiedenen Händlern, im Internet und in Fachzeitschriften informiert und außerdem eine Probe-Reise von einer Woche in einem gemieteten Wohnmobil gemacht. Gerade Letzteres ist sehr zu empfehlen. So haben wir uns Schritt für Schritt an den für uns richtigen Grundriss eines Wohnmobils herangearbeitet.

Wir haben schlussendlich einen Knaus „Sky Wave“ gekauft. Den haben wir gebraucht gekauft, und zwar von einem Vermieter, der, wie das so üblich ist, seinen Fuhrpark alle ein bis zwei Saisons austauscht. Über das Netz (Gebrauchtwagenbörsen) haben wir so ein Wohnmobil gefunden, das jetzt knapp zwei Jahre alt ist. Günstiger sind zwar die noch älteren, die sind aber meistens auch schon sehr runtergenudelt, so dass man in der Regel schnell viele technische Probleme bekommt.

Muss man ein Wohnmobil kaufen oder kann man eines mieten?

Wir haben uns für den Kauf entschieden, weil eine Wohnmobilmiete etwa 100 Euro am Tag kostet. Bei unseren zwei Mal 60 Tagen Reise wären wir so schon auf 12.000 Euro Kosten gekommen – nur für das Mobil und ohne einen Liter Diesel hineingeschüttet zu haben. Unser gekauftes Mobil werden wir dagegen wahrscheinlich noch einige Jahre nutzen. 

Welchen Grundriss sollte man nehmen?

Letztlich muss das jeder für sich entscheiden. Der Markt ist riesig und die Auswahl an unterschiedlichen Grundrissen ist es auch. Wir haben uns für den „Knaus Sky Wave 650 MF“ entschieden, weil der ein sogenanntes französisches Bett hat, also eines, das neben dem Badezimmer gelegen, für zwei Personen gedacht und am Fußende abgeschrägt ist (den Grundriss gibt es hier bei Knaus).

Wir wollten das, weil es für uns die sinnvollste Platzaufteilung im Wohnmobil ist. Bei den Mobilen, die große Doppelbetten oder Liegeflächen haben, fällt in der Regel der Aufenthaltsbereich kleiner aus. Bei unserem Grundriss hingegen gibt es vorne noch eine Bank in Längsrichtung, die sich als sehr praktisch erwiesen hat – für Besucher, fürs Stillen oder auch für die Kinderwagen-Kiste, in der wir Joana in den ersten Monaten oft hatten.

Wo kann das Baby denn liegen oder krabbeln?

Da Joana während der ersten Reise immer mobiler wurde und mit dem Krabbeln anfing, brauchten wir auch eine Möglichkeit, sie im Mobil irgendwo krabbeln zu lassen ohne Gefahr zu laufen, dass sie herunterfällt oder an irgendetwas herankommt, was sie besser nicht erreichen sollte. Hier gibt es nichts „von der Stange“, weswegen wir uns (mit der Hilfe meines Schwiegervaters) für einen Eigenbau entschieden haben. Wir haben für den Einstieg ins Bett ein Gitter aus Holz bauen lassen, das man bei Bedarf in vier Blöcke einhängen kann, die wir an die Wände angebracht haben. So entsteht aus dem Bett im Handumdrehen ein Laufstall. :-)

Bett ohne und mit Laufstall-Gitter (den Slider kann man nach links oder rechts ziehen, um die Bilder zu betrachten).

Wo können die Kinder schlafen?

Als wir nur mit Joana unterwegs waren, hat Anne neben Joana im hinteren Teil des Wohnmobils an der offenen Seite des Bettes geschlafen und sie so vor dem Herausfallen gesichert. Ich habe im Hubbett geschlafen – das ist das zweite Bett im Wohnmobil, das man von der Decke über der Dinette herablassen kann.

Bei der zweiten Reise haben Anne und die kleine Julia im Hubbett geschlafen und Joana und ich im hinteren Bett. Am Hubbett gibt es als Herausfallschutz Netze, die man an den Seiten befestigen kann.

Unser Hubbett im vorderen Teil des Wagens: Normalerweise ist es hochgeschoben an der Decke, zum Schlafen kann man es auf angenehme Höhe herabziehen und eine Leiter anstellen (den Slider kann man nach links oder rechts ziehen, um die Bilder zu betrachten).

Wo kann man das Kind stillen oder füttern?

Die kurze Antwort ist: überall. Gestillt wurden Joana und Julia nachts direkt im Bett, tagsüber wahlweise auf der Längsbank in der Dinette, auf dem Fahrersitz (die beiden Sitze vorn kann man umdrehen und sie so zu einem Teil des Wohnraums machen) oder auf der Querbank in der Dinette. An all diesen Orten und bei gutem Wetter draußen haben die Kinder auch ihren Brei bekommen. Das ist ziemlich unkompliziert.

Muss man einen Hochstuhl mitnehmen?

Auch eine Entscheidung, die jeder für sich treffen muss. Wir haben keinen. Draußen konnten die Mädchen als Babies im Kinderwagen liegen oder sitzen, weil der auch zum Buggy umgebaut werden kann.

Wenn die kleine Julia jetzt mit uns am Tisch sitzen will (will sie meistens), dann nehmen wir sie abwechselnd auf den Schoß. Als Alternative haben wir noch eine Babywippe dabei. Joana, die Große, hat eine Sitzerhöhung bekommen, auf der sie mit uns am Tisch in der Dinette sitzen kann. Für draußen hat sie einen eigenen kleinen Kinder-Campingtisch und einen Kinder-Campingstuhl bekommen.

Wo kommt der MaxiCosi hin?

Während der Fahrt müssen Kinder in den MaxiCosi, bis sie sitzen können. Das erfordert einen kleinen Umbau bei uns: Der Tisch wird aus dem Wohnraum herausgenommen (kann man bei den meisten Wohnmobilen in der Regel mit einem Handgriff machen) und aufs Bett hinten gelegt. Dann ist genug Platz auf der Querbank in der Dinette, um dort den MaxiCosi anzubringen (unser Wohnmobil hat offiziell vier Sitzplätze: Fahrer- und Beifahrersitz, sowie zwei auf der Querbank. Die ist deshalb mit Gurten ausgestattet).

Die Dinette mit Tisch bzw. ohne Tisch, dafür mit MaxiCosi (und Joana). Den Slider kann man nach links oder rechts ziehen, um die Bilder zu betrachten.

Der Kindersitz, in dem größere Kinder sitzen müssen, bis sie eine gewisse Mindest-Körpergröße haben, kommt neben den MaxiCosi auf die Sitzbank. Auch er würde nicht dort hinpassen, wenn der Tisch dort wäre.

Die Route unserer zweiten Elternzeit-Reise im Sommer 2018.
Die Route unserer zweiten Elternzeit-Reise im Sommer 2018.

Wird es insbesondere nachts nicht zu kalt im Wohnmobil?

Die Frühjahrsnächte unserer ersten Elternzeit-Reise waren natürlich insbesondere in den Bergen (Südtirol, Pyrenäen, Seealpen) schon noch empfindlich kühl. Wir haben deshalb abends, wenn es zu kalt wurde, um noch draußen zu sein, im Wohnmobil geheizt, bis alle ins Bett gegangen sind. Dann aber erst wieder morgens, wenn es hieß, aus den warmen Betten aufzustehen. Da ging meistens der erste, noch schlaftrunkene Gang zum Heizungsschalter, der bei uns über der Eingangstür ist, dann wieder ins warme Bett und dann erst nach etwa zehn Minuten, wenn das Womo warm war, sind wir wirklich aufgestanden.

Das war in den allermeisten Fällen so ausreichend. Nachts haben wir nicht geheizt. Joana und später Julia haben wir in einen wintertauglichen Schlafsack für Babys gepackt und wir anderen hatten unsere warmen Decken. Da wir auch zu Hause nachts nie heizen und bei offenem Fenster schlafen, war das also kein Unterschied. Das hat gut funktioniert, auch die Babies haben sich wohl gefühlt und in den Nächten in der Regel bis aufs Stillen durchgeschlafen.

Wir empfehlen aber dennoch, einen kleinen elektrischen Heizlüfter mitzunehmen. Den haben wir zwar selten gebraucht, aber er war extrem hilfreich in den (wenigen) Nächten, in denen eines der Kinder dann doch gewickelt werden musste. Die Womo-Heizung braucht schon zehn Minuten bis eine Viertelstunde, bis es angenehm warm ist, weil sie das ganze Womo mit Warmluft beheizt. Der kleine Elektrolüfter war ideal, um schnell die Bett-Ecke so warm zu bekommen, dass man das Baby nachts zur Not auch mal neu einkleiden konnte, wenn es nass war.

Wie viel man auf so einer Reise heizen muss, hängt ganz von der persönlichen Wohlfühl-Temperatur ab. Man muss aber sagen: Heizen ist teuer. Die Elektrolüfter verbrauchen sehr viel Strom (prüfen, ob Strom in der Camping- oder Stellplatzgebühr inklusive ist, sonst kann es sehr schnell sehr teuer werden!), die Gasheizung des Womos verbraucht je nach gewünschter Innen- und vorherrschender Außentemperatur aber leider auch ordentlich Gas. Gerade, wer im Winter, Frühjahr oder Herbst länger als nur ein paar Tage unterwegs ist, wird nicht darum herum kommen, auf der Reise Gas nachzukaufen. Und das ist, wie wir in einem weiteren Beitrag beschreiben werden, ein Abenteuer…

Braucht man spezielle Versicherungen und Dokumente für das Ausland?

Es empfiehlt sich, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, denn die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind im Ausland stark begrenzt. Wir haben eine Versicherung für die ganze Familie abgeschlossen und zahlen dafür nur 24 Euro für ein Jahr. Wir haben darauf geachtet, dass unsere Reisedauer abgedeckt ist (wir brauchten 60 Tage, die meisten Versicherungen gelten aber nur für die ersten 45 Tage einer Auslandsreise), dass die Kosten für einen Krankenrücktransport übernommen werden, und dass bei Krankenhausaufenthalten oder Rücktransporten auch immer ein Elternteil dabei sein kann, sollte Joana krank werden. Diese Versicherungen kosten sehr wenig Geld, helfen aber, wenn es notwendig wird.

Außerdem haben wir, auch wenn wir in der EU bleiben, für alle Familienmitglieder Reisedokumente dabei. Auch Joana und Julia haben ihre eigenen Personalausweise. Man kann Kinder leider nicht mehr auf dem Reisepass der Eltern eintragen lassen. Sie brauchen eigene Dokumente. Das kann ein Kinderausweis sein, ein Reisepass oder eben ein eigener Personalausweis.

Was sagt der Kinderarzt dazu?

Er wünschte uns viel Spaß und gute Reise. ;-) Zwei Tipps hatte er aber noch: Erstens große Höhen vermeiden. Deshalb haben wir Joana auch nicht auf die Zugspitze mitgenommen. Zu Recht, denn sie hätte mit dem Temperatur-, vor allem aber mit dem Druckunterschied wahrscheinlich sehr zu kämpfen gehabt. Das müssen wir ihr nicht antun.

Der zweite Tipp: Eine Flasche Wund-Desinfektionsmittel speziell für Kinder mitzunehmen. Das wirkt auch bei Erwachsenen, brennt aber bei beiden nicht.

20 comments

  1. Euer Artikel ist wirklich toll! Da wir in ein paar Wochen auch zu dritt sein werden, planen wir auch den ersten gemeinsamen Urlaub mit dem Wohnmobil zu verbringen. Da sind eure Erfahrungen sehr schön zu lesen. Viele Grüße Yvonne

  2. Sylvi says:

    Klasse Seite & tolle Reise(n)! Wir planen ebenfalls, unsere Elternzeitreise mit dem WoMo zu machen. Da wir WoMo-Neulinge sind, ist es für uns besonders hilfreich, Erfahrungsberichte und Tipps wie die von euch zu lesen. Danke, dass ihr sie hier (midt)teilt! Gibt es darüberhinaus noch Dinge, von denen ihr sagen würdet „DAS hätten wir gern vorher gewusst!“? Ein paar Punkte habt ihr ja in einem Beitrag schon aufgeführt. Gibt es rückblickend noch mehr? Tausend Dank & viele Grüße, Sylvi

    • Oliver says:

      Hallo Sylvi,

      danke für die Blumen! Wir denken, dass es bei so einer Reise darauf ankommt, keinen zu festen Plan zu haben, den man meint, abarbeiten zu müssen. Reisen mit Baby oder Kleinkind ist völlig anders als zu zweit. Lange Sightseeing-Touren gehen nicht, unendlich viel Strecke machen mit langen Fahretappen ebenso wenig etc. Das war uns ganz wichtig und ich glaube, dass das auch zum Erfolg der Reise beigetragen hat. Wir haben einige tolle Ziele nicht gesehen, weil wir es zu anstrengend gefunden hätten – für uns, aber auch für Joana. An Florenz beispielsweise sind wir nur vorbeigefahren, in Spanien hätten wir gerne noch einen Ausflug ins Rioja gemacht – aber das alles kann man auch zu einem späteren Zeitpunkt noch nachholen. Unser Tipp ist also: Lasst es entspannt angehen, ändert die Pläne bei Bedarf auch mal spontan (haben wir zwei Mal gemacht) und hört auf Euer Bauchgefühl und darauf, wie Euer Kind reagiert. Das ist schließlich die Hauptperson bei der ganzen Sache. ;-) Viel Spaß auf der Reise!

      • Sylvi says:

        Hallo Oliver, vielen Dank! Bald geht es los bei uns und die Aufregung steigt… Eine Frage hätte ich noch in Sachen Auslands-KV. Du schreibst, dass ihr für eure Langzeitreise eine Versicherung für die ganze Familie abgeschlossen habt für nur 24 Euro für ein Jahr – darf ich fragen, welche das denn war? Es wäre klasse, wenn Du sie uns „verraten“ könntest :-) Ganz herzlichen Dank & viele Grüße erneut.

      • Oliver says:

        Hallo Sylvi,

        wir haben eine Auslandsreisekrankenversicherung bei der Signal Iduna abgeschlossen (nein, ich krieg hier keine Provision). Es gibt online verschiedene Vergleichsmöglichkeiten für solche Versicherungen. Kriterien für uns waren, dass Rückholung im Krankheitsfall mit eingeschlossen ist und dass, wenn das Kind zurücktransportiert werden muss, ein Elternteil mitfliegen kann. Ebenso wichtig war für uns, dass Krankenhausaufenthalte eingeschlossen sind, im Falle des Falles eben auch für ein Elternteil. Ganz wichtig ist aber auch, auf die maximale Reisedauer zu achten: Die meisten Versicherungen bieten einen Versicherungsschutz nur bis maximal 45 Tage Reisedauer an. Die Versicherung, die wir gefunden haben, bietet das immerhin für 60 Tage an. Das Schöne ist: Letztlich haben wir die Versicherung glücklicherweise nicht gebraucht. :-)

      • Sylvi says:

        Lieber Oliver, vielen Dank für die prompte Antwort!! Und in der Tat, schön, dass ihr sie nicht gebraucht habt.

  3. Margitta Tschirpke says:

    hallo ihr habt ja eine tolle tour gemacht und eure erfahrungen mit so einem kleinen kind sind ähnlich mit unseren die wir vor 30 jahren mit unserem sohn auf einer grossen reise, allerdings damals mit wohnwagen, gemacht haben! nur nicht verrückt machen lassen und auf sein kind und das eigene bauchgefühl hören!
    weiter so!

  4. Nadine says:

    Was für ein schickes Wohnmobil!

    Mein Mann und ich wollen diesen Sommer auch mit einem Wohnmobil verreisen. Eine Route haben wir schon bestimmt.
    Da wir kein eigenes Wohnmobil besitzen, wollen wir eins mieten.

    • Oliver says:

      Hallo Lia,

      Joana war acht Monate alt, als wir gestartet sind. Unsere zweite Elternzeit, die wir am vergangenen Dienstag gestartet haben, haben wir nun mit der jetzt zweijährigen Joana und der drei Monate alten Julia begonnen. Beides funktioniert prima!

      Viel Spaß auf eurer Elternzeit-Reise. Wenn ihr Fragen habt, meldet Euch gerne.

      Viele Grüße
      Oliver

  5. Emmi says:

    Was man beachten muss, ist dass man beim Wohmobil mieten die Kinder und ihre Bedürfnisse berücksichtigen muss. Viel benötigen sie nicht. Meist genügt ein kleines Krabbelgitter. Ich stelle mir das sehr spannend vor mit einem Kleinkind unterwegs zu sein.

  6. helga says:

    Ermutigend klingen die Argumente für die Reise mit dem Baby! Vielen Dank dafür! Schon seit langem haben wir von einer Reise mit dem Wohnmobil gesprochen. Dies könnte ein tolles Erlebnis diesmal werden! Mein herzliches Dankeschön!

  7. Max says:

    Hi, wir wollen auch uns ein WoMo anschaffen um unsere Elternzeit zu genießen. Größte Frage ist nur … wie fahren wir zu dritt? Die meisten Wohnmobile sind doch nur für 2 Personen (Gurt und Richtiger Sitz) ausgelegt, oder?
    LG Max

    • Oliver says:

      Hallo Max,

      das kommt ganz auf das Wohnmobil an und die Zahl der Sitzplätze für Passagiere, die der Hersteller angibt. Viele Womos werden beispielsweise mit vier Sitzplätzen für Passagiere angeboten. Dann sind auch vier Plätze mit Gurten ausgestattet. Bei uns sind beispielsweise an der Querbank in der Dinette (also dem Essbereich) noch Gurte für zwei Personen angebracht, zusätzlich zu den beiden Gurtplätzen auf Fahrer- und Beifahrersitz. Auf der Querbank bringen wir deshalb auch stets den MaxiCosi und den Kindersitz an, wenn wir fahren. Dafür müssen wir dann für die Fahrt den Esstisch abmontieren. Siehe auch die Bilder dazu oben im Artikel. Wichtig ist, dass Euer Womo die richtige Mindestanzahl von Gurtplätzen gleich ab Werk hat. Ein nachträglicher Einbau ist möglich, in der Regel aber sehr aufwändig.

      Viele Grüße!
      Oliver

    • Carlotta says:

      Schau mal auf camper4all.de da wird man individuell beraten:) fanden das bei unserer Wahl echt praktisch, da dort auch angeben wird, ob ein weiterer Sitz einbaubar ist – falls dann doch ein Geschwisterchen noch kommt ;)

  8. Katja says:

    Lieber Oliver, danke für den tollen Bericht. Wir starten auch nächste Woche in die Elternzeit mit einem geliehenen Womo. Unser Sohn ist auch 8 Monate und sehr mobil. Wir hatten ursprünglich geplant, den Raum um den Tisch herum als Bettchen mit Rausfallgitter umzubauen (wir haben leider nicht so ein tolles Bett zum runterlassen), sind uns aber unsicher ob das sicher genug ist. Wir fragen uns gerade ob wir unseren Sohn auch einfach auf die Matratze seines Kinderbettchens auf den Boden legen könnten und ich mache mir Gedanken, ob man ein Baby dort wg eventueller Gase von der Heizung dort schlafen lassen darf. Hast du dazu eine Meinung? Das würde uns sehr helfen. Lieben Gruß aus Berlin

    • Oliver says:

      Hallo Katja,

      wir würden davon abraten, Euer Kind auf einer Matratze auf dem Boden schlafen zu lassen. Einerseits, weil es im Womo stets von unten kalt wird, da die Isolierung des Bodens meist nicht gut ist. Andererseits, weil es tatsächlich problematisch sein kann, wenn Ihr die Heizung laufen lasst und die die Luft dann je nach Lage genau auf Euer Kind bläst.

      Und: Wenn es im Womo gefährliche Gase gibt, dann CO und CO2. Letzteres ist schwerer als Luft und sammelt sich daher am Boden. Bis ein Gaswarner anschlägt, der – wenn man überhaupt einen hat – oft in etwa einem Meter Höhe angebracht ist, kann es für eine auf dem Boden schlafende Person zu spät sein.

      Nach unseren Erfahrungen reicht es völlig, wenn das Kind bei Euch im Bett schläft, es möglichst an der Wandseite schlafen zu lassen und selbst an der offenen Seite des Bettes daneben zu liegen und es so vor dem Herausfallen zu sichern. Wenn Euch das zu unsicher ist, gibt es aber auch kleine Zelte, die ins große Womo-Bett gestellt und befestigt werden können und in denen das Kind dann schlafen kann.

      Hoffe, dass Dir unsere Sicht der Dinge hilft. Viel Spaß auf Eurer Reise!

      Oliver

  9. Jonny says:

    Ein sehr informierender Beitrag, wie man trotz eines Babys eine Reise mit einem Wohnmobil antreten kann. Dass man das Alter des Kindes bedenken soll, ist ein sehr wichtiger Punkt. Es bietet nämlich den immensen Vorteil, dass man mit einem Wohnmobil bzw. Reisemobil frei ist und an die Orte fahren kann, die man unbedingt besuchen möchte. Da ich demnächst mit meiner Familie ebenfalls eine Reise mit einem Wohnmobil verbringen möchte, war ich auf der Suche nach einer Vermietung für das Reisemobil. Dank des Internets wurde ich schnell auf eine Webseite aufmerksam.

  10. Sophie says:

    Vielen herzlichen Dank für den informativen Bericht!
    Wir starten zu dritt (mit unserem sehr agilen 9 Monate alten Oskar ) in 3 Tagen mit unserem gemieteten Wohnmobil Richtung Österreich, Slowenien und Kroatien.
    Wie wir das mit dem Schlafen ganz genau machen, überlegen wir uns noch genau – evtl.geht ein Kinderreisebett dort hinzustellen, wo sich der Tisch befindet!?
    Und, wie habt ihr es rein logistisch gelöst mit dem Abendessen, bzw. dem Aufhalten im Wohnmobil, wenn die Kids schon geschlafen haben 😬? Oskar isst gegen 18:30 Uhr und schläft 19 Uhr und danach geht der Abend für uns erst richtig entspannt mit Abendessen, Spielen,… los!

    Danke schon einmal für die Antworten!

    • Oliver says:

      Hallo Sophie,

      danke für das Lob! Wir haben in unserem Wohnmobil ein sogenanntes französisches Bett, also eines, das etwa zwei Drittel der Breite des Wagens im hinteren Wagenteil einnimmt. Daneben ist das Badezimmer. Der Vorteil für uns ist, dass wir ein Laufstallgitter vor die Bettöffnung montieren können. So konnte Joana damals hinten auf dem Bett schlafen und war gegen Herausfallen gesichert, während wir vorne noch lesen, ein Glas Wein trinken oder auch arbeiten (= bloggen ;-) konnten. Bei der zweiten Reise mit dann zwei Kindern ging das übrigens nicht mehr.

      Vermutlich wird Euer gemietetes Mobil kein französisches Bett haben, diese sind auf dem deutschen Womo-Markt eher ungewöhnlich und deshalb bei den Vermietern in der Regel nicht zu finden. Vielleicht gibt es aber eine Möglichkeit, das Bett irgendwie zu sichern, so dass euer Sohn nicht herausfallen kann? Dann kann er hinten schon schlafen, während Ihr vorne im Wagen noch sitzt. Wenn das Bett selbst nicht zu sichern ist: Es gibt im Zubehörhandel kleine „Schlafzelte“ für Womo-Betten, die auf dem Bett festgemacht werden können und für das Kind, das drin liegt, einen Herausfallschutz bieten. Das könntet Ihr vielleicht ausprobieren.

      Von wackeligen Konstruktionen auf dem Tisch raten wir ab, weil die Kinder sich im Schlaf oft und viel bewegen, manchmal auch ruckartig. Wenn es eine solche Konstruktion sein soll, dann eine, die wirklich bombenfest gezurrt werden kann. Auch raten wir davon ab, das Kind auf dem Boden oder in Bodennähe schlafen zu lassen. Bei den meisten Womos ist eine Gebläseheizung installiert, die die Auslassdüsen in Bodennähe hat. Euer Kind würde dann wahrscheinlich irgendwo im Luftstrom liegen. Und mitten in der Nacht, wenn die Heizung wahrscheinlich aus ist, kühlt das Womo von vom Boden her am schnellsten aus.

      Kein Problem war bei unseren beiden Kindern übrigens, dass noch Geräusche und Bewegung im Wagen waren: Wenn die schlafen, dann schlafen die. Nur direktes Licht stört sie immer. Aber dafür gibt es in den meisten Wohnmobilen einen Vorhang, den man vor das Bett ziehen kann.

      Ich hoffe, das konnte Euch ein bisschen helfen. Wir wünschen viel Spaß auf Eurer Reise!

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