Andreas Session
Andrea von Reisefernsehen.com bei ihrer Session.

Reisebloggercamp 2019: Ein Tag im November

Diesmal nur ein Tag, aber was für einer: Was ich vom Reisebloggercamp 2019 in Leipzig mitgenommen habe.

Viel los in der Leipziger Messe an diesem Wochenende im November: Auf dem CDU-Parteitag in Halle 1 versöhnten sich Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz unter den Augen vieler hundert Delegierter zumindest auf Zeit, nebenan strömten die Massen durch die Hallen der „TC“, der größten Touristik- und Caravaningmesse Ostdeutschlands – aber das eigentliche Highlight fand ein wenig versteckt in drei kleinen Konferenzräumen am Rande der großen Messe-Glashalle statt: das vierte Reiseblogger-Barcamp.

Glashalle Messe Leipzig Reisebloggercamp 2019
Unter Glas: Die „TC“ in Leipzig, auf der in diesem Jahr das Reisebloggercamp stattfand. Danke an Jessica von YummyMedia.de für das Bild!

Das #rbcamp19 war ein besonderes: Diesmal nur einen Tag lang statt zwei und außerdem mitten im Trubel der großen Messe. Wer im vergangenen Jahr dabei war, kann vom großen Stimmungs-Unterschied zwischen dem malerischen Ratssaal im beschaulichen Wolfenbüttel und der wuseligen Messehalle berichten. Allein dieser Kontrast war schon interessant.

Spezialisten, Expeditionisten, Wohnmobilisten

Sessionboard beim Reisebloggercamp 2019
Das Sessionboard beim Reisebloggercamp 2019

Die knapp 60 Blogger trafen sich beim Barcamp, um Erfahrungen auszutauschen, Neues zu lernen und vor allem, um ihr Netzwerk auszubauen. Allen ist gemein: Sie schreiben im weitesten Sinne übers Reisen. Von Reise-Allroundern über Destinations-Spezialisten wie beispielsweise dem Niederlandeblog oder Nischen-Experten wie Wanderbloggern, vegan Reisenden oder eben uns, die wir uns mit der (gar nicht so kleinen) Nische Wohnmobilreisen mit Kindern beschäftigen, war alles dabei.

Gut gefallen hat mir auch in diesem Jahr, dass sich jeder willkommen fühlen durfte, egal ob Blog-Neuling oder Profi, der mit seinem Blog Geld verdient. Dass es auch dieses Mal keine blöden Fragen und keine blöden Antworten darauf gab. Und, dass die Stimmung sehr herzlich und offen war. Trotz des knappen Zeitfensters von nur einem Tag und „nur“ drei Räumen, was die Zahl der möglichen Sessions begrenzte, vermute ich, dass jeder der Teilnehmer für sich Ideen, Inspiration oder handfestes Wissen mitnehmen konnte.

Meine wichtigsten Erkenntnisse

  • Wenn es um Kooperationen geht, verstehen sich Reiseblogger und Destinationen nicht immer unbedingt. Welche Zahlen in den Media Kits von Bloggern sind wirklich wichtig? Welche Informationen brauchen Destinationen, welche verarbeiten sie überhaupt richtig? Noch agieren zu viele Touristiker zu unbeholfen im Umgang mit Anfragen von Bloggern. Hier gibt es Informationsbedarf (Session von Romy).
  • Die Rechtsunsicherheit beim Thema Cookie-Banner beschäftigt Blogger durchaus. Ich habe dazu eine kurze Session angeboten. Wer mag, findet die Folien hier.
  • „Rank Math SEO“ ist das neue „Yoast“. Wer ein gutes WordPress-Plugin zur Suchmaschinenoptimierung sucht, sollte sich Rank Math einmal ansehen. Es soll sehr mächtig sein, dabei aber nicht so schwerfällig wie der bisherige Platzhirsch Yoast (Session von Gina).
  • Macht Snackable Content, um Aufmerksamkeit zu erzeugen – beispielsweise mit abgefahrenen Videoeffekten. Es gibt Apps fürs Smartphone, die Erstaunliches leisten und dabei erstaunlich wenig kosten (Session von Andrea).
Hinab zum Reiseblogger-Barcamp
Hinunter in die Moritzbastei: Das abendliche Refugium für die Reiseblogger.

Plädoyer für den „Quality Sunday“

Insgesamt waren die Themen in diesem Jahr weniger technisch als im vergangenen. Zwar gab es auch dieses Mal Sessions zu WordPress-Plugins und zur Suchmaschinenoptimierung sowie zur Sicherheit durch VPN-Tunnel. Aber es gab eben auch eine Session über Verantwortung und Nachhaltigkeit beim Reisen, etwas über Affiliate-Netzwerke oder eine Diskussion zur Sinnhaftigkeit von Online-Kongressen.

Mir persönlich immer noch zu kurz kam der inhaltliche Part: Keine Sessions zu Themenfindung oder Storytelling. Vielleicht wage ich mich da beim nächsten Mal ran.

Leipzig vom Dach aus gesehen
Die Thomaskirche und das Iglu: Leipzig vom Dach des Melia Innside-Hotels aus gesehen. Die Folien-Iglus sind beheizt…

Überhaupt, nächstes Mal: Wenn ich mir was für das nächste Reisebloggercamp wünschen dürfte, wäre es, dass es wieder zwei Tage sind. Denn bei Barcamps gibt es regelmäßig den „Quality Sunday“: Wenn der erste Tag schon gut war, setzt der zweite Tag (meist ein Sonntag) in Sachen Qualität von Sessions und Diskussionen meist noch einen drauf. Man hat sich „eingegroovt“ und in den Sessions des ersten Tages sind oft Ideen für passgenaue Sessions am zweiten Tag entstanden. Deshalb: Mein großes Plädoyer für zwei Tage #rbcamp20!

Für 2019 aber an dieser Stelle danke an die Organisatorin Romy und natürlich an die Sponsoren vom Leipzig Tourismus und Marketing, der Messe Stuttgart (die die „TC“ in Leipzig ausrichtet), an die Moritzbastei, wo das Get Together am Freitagabend stattfand, und an die Hotel-Sponsoren, in meinem Fall das sehr empfehlenswerte Adina Hotel.

Mehr Artikel übers #rbcamp19

Wer mehr über das Reisebloggercamp und auch über Leipzig lesen möchte, findet bei den Kollegen weitere Artikel:

 

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