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Startschuss und erste Station im Süden des Nordens

Nun sind wir unterwegs. Es war Schlag Zwölf, als wir heute den Motor starteten und unseren Parkplatz an der Kreuzung Gräfrather Straße / Keldenichstraße (Parken im Kreuzungsbereich, 20 Euro) in Gerresheim verließen.

Wir sind auf Tour! On the Road! So lang kam uns die Planungsphase gar nicht vor, aber es waren doch schon acht Monate, die wir damit zugebracht haben, über unsere Elternzeit-Tour, das Wohnmobil und eine konkrete Route nachzudenken. Jetzt also sind wir gestartet, haben Büro, Projekte, Alltag und Verpflichtungen (zum größten Teil) für die nächsten acht Wochen hinter uns gelassen.

Und besser konnte ein Tour-Auftakt, wenn man es so bezeichnen will, gar nicht sein: strahlender Sonnenschein über Düsseldorf, 14 Grad – ein schöner Früh-Frühlingstag. Durch unseren Start zum High Noon waren die Autobahnen schön leer, denn die Morgen Rush Hour war vorbei und der Feierabend-Verkehr hatte noch nicht begonnen.

Unser Womo schnurrte über die verschiedenen Autobahnen gen Norden durchs Ruhrgebiet und dann hinaus ins Sauerland. Unsere erste Station auf dem Weg nach Leipzig war dann, schon am Nachmittag: Hann. Münden im Weserbergland.

Im Stadtkern von Hann. Münden

Hann. Münden heißt eigentlich Hannoversch Münden und ist die einzige Stadt, die ich kenne, die ihre Abkürzung zum regulären Stadtnamen gemacht hat. 1991 hat der Rat der Stadt beschlossen, dass Hann Punkt Münden der offizielle Stadtname sein soll. Klingt komisch, ist aber so. Hann. Münden hat 24.000 Einwohner und liegt an der Grenze von Niedersachsen zu Hessen, de facto ist es die südlichste Stadt Niedersachsens. „Wir sind also im Norden!“, rief Anne, als wir das erfahren hatten. So sei es: Wir sind im Süden des Nordens.

Hann. Münden ist ziemlich schön: Tolle alte Fachwerkhäuser in einem picobello restaurierten Stadtkern und ein beeindruckendes Rathaus.

Das alte Rathaus von Hann. Münden.

Im alten Schloss residieren heute Amtsrichter und das Thema Hann. Münden ist auch unseres: Wasser. Hann. Münden bezeichnet sich gerne als „Drei-Flüsse-Stadt“, wobei der dritte Fluss erst hier geboren wird: Hier fließen Fulda und Werra zusammen und werden zur Weser. Hann Münden hat diese Position in der Vergangenheit gut genutzt und war Handels- und Umschlagmetropole mit großem Binnenhafen. Auch heute noch spielen die drei Flüsse eine große Rolle in der Stadt – wenn auch nun mehr in Sachen Tourismus und Stromerzeugung denn als wirkliche Handelswege.

Auch unser Stellplatz ist nett: Die Gemeinde hat einen Teil des Parkplatzes „Weserstein“ für Wohnmobile reserviert. „Weserstein“ liegt direkt am Zusammenfluss von Werra und Fulda auf einer Insel in den Flüssen. Zur schönen Innenstadt sind es nur ein paar Meter über eine toll restaurierte Holzbrücke und die Gebühren sind sehr moderat: 6 Euro kostet uns der Stellplatz für die Nacht.

Alles in allem also: Ein toller Auftakt für unser Abenteuer Elternzeit! Wir sind gespannt, was die kommenden zwei Monate für uns bereithalten werden.

Morgen geht es weiter gen Osten: Wir fahren nach Markkleeberg bei Leipzig, das früher mal ein Bergarbeiterdörfchen war und heute ein (fast) mondäner Badeort ist.

Die Elternzeit-Reise mit dem Wohnmobil
Anne und Oliver unternehmen eine achtwöchige Elternzeit-Reise mit ihrer kleinen Tochter Joana. Sie fahren mit einem Wohnmobil durch Südeuropa und bloggen hier über die Reise. Alle Beiträge über die Elternzeit-Reise finden sich in dieser Übersicht. Unsere Erfahrungen mit Wohnmobil-Reisen mit Kind haben wir in einem eigenen Beitrag aufgeschrieben.

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2 comments

  1. Oh, wie schön! „Wo Fulda und Werra sich küssen, sie ihren Namen bissen müssen. So entsteht durch einen Kuss der Weserfluss.“ Das als Reiseauftakt in Eure ElterZeit – sieht ganz nach einem guten Stern aus. Bin gespannt, wie es weitergeht. Ganz viele Grüße und viel Spaß! Anette im Norden des Nordens (echt)

  2. Jasmin says:

    Na das doch schon mal ein idyllischer Auftakt…mögen noch viele weitere tolle Augenblicke folgen. Wir wünschen allzeit gute Fahrt und bleibt gesund! LG J&J

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