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Hattingen: Womo-Tour an die Ruhr

Ein sonniges Wochenende und frei: Warum nicht auch mal die Gegend um die Heimat erkunden? Dabei entdeckt man Perlen wie beispielsweise den Wohnmobil-Stellplatz Ruhrtal in Hattingen.

„Strohwitwertum“ nennt man sowas, glaube ich: Die Damen weilen noch im Urlaub bei den Schwiegereltern und ich habe das Wochenende frei. Es ist sommerlich – warum also nicht mal in der Gegend rund um Düsseldorf schauen, was sie in Sachen schöne Stellplätze zu bieten hat?

Wer ein bisschen recherchiert, landet schnell in Hattingen, einer 50.000-Einwohner-Stadt mitten im Ruhrgebiet zwischen Bochum, Essen und Wuppertal. Wer jetzt an rauchende Schlote denkt und sauren Regen, könnte falscher nicht liegen. Hattingen ist grün, liegt im Tal der Ruhr und hat eine geradezu malerische Altstadt. Fast 150 mittelalterliche Fachwerkhäuser säumen die verwinkelten Gassen der (kleinen) historischen Unterstadt, die heute davon zeugen, wie schön es sein kann, wenn man sich dem Moderinisierungswahn der 60-er und 70-er Jahre widersetzt hat. Genau das haben die Bürger hier damals getan. Außerdem haben sie eine der ersten Fußgängerzonen Deutschland eingerichtet.

Wer Hattingen besucht, sollte sich nicht von dem scheußlichen Einkaufskomplex „Reschop Carré“ oder dem noch grausligeren Betonkomplex von „Kaufland“ einschüchtern lassen, sondern direkt nach selbigem in die Altstadt abbiegen und altes Rathaus, das Bügeleisenhaus und die St. Georgs-Kirche ansehen.

Wer außerdem landschaftlich und sportlich interessiert ist, findet mit dem Ruhrtal-Radweg eine toll ausgebaute Strecke entlang der Ruhr, die bis ins Sauerland reicht. Wassersportmöglichkeiten gibt es auf dem Kemnader See und für Eisenbahnfans dampft mehrmals täglich die (wirklich mit Dampf betriebene) Ruhrtalbahn auch durch Hattingen.

In die Röhre gucken an der Henrichshütte
Das alte Rathaus in Hattingen

Eine positive Überraschung ist der Wohnmobil-Stellplatz „Ruhrtal“ etwas außerhalb der historischen Innenstadt. Er gehört zu einer Minigolf-Anlage direkt am Ufer der Ruhr und ist 24 Stunden täglich und das ganze Jahr über zugänglich. Man kann Stellplätze reservieren, wer ohne Reservierung anreisen will, sollte zumindest in der Saison frühzeitig auf dem Platz sein. Ich rolle gegen 14 Uhr an einem Samstag mit unserem Womo auf die Schotterfläche und bekomme einen der beiden letzten noch verfügbaren Plätze.

Im Sommer schnell gefüllt: Der Wohnmobil-Stellplatz „Ruhrtal“ in Hattingen

Es gibt hier ein modernes und sehr gepflegtes Sanitärhaus mit Toiletten und Duschen (kosten extra), Strom aus Münz-betriebenen Säulen sowie Frischwasser und eine Entsorgungsstation am Zaun vor dem Platz. Nebenan ist die Minigolfanlage mit einem kleinen Biergarten und Imbiss und zum Ruhrufer sind es etwa 15 Sekunden zu Fuß. Alles nett hier, auch die Stimmung auf dem Platz ist entspannt, aber diese Qualität kostet auch ein bisschen was: 10 Euro pro Nacht verlangen die Betreiber. Anmeldung erfolgt an der Kasse der Minigolf-Anlage.

Alles da: Frischwasser- und Entsorgungsstation
Weisse Bescheid: Klare Regeln auf dem Stellplatz „Ruhrtal“ ;-))

Wer also einen Ruhrgebiets-Ausflug mit dem Womo plant, dem können wir diesen Platz als schön gelegene Zwischenstation durchaus empfehlen. Zu Fuß braucht man in die Innenstadt etwa 20 Minuten.

 

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